Betriebskosten

In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Kostenarten unterschiedlich entwickelt: Während einige Positionen stabil geblieben sind oder sogar gesunken sind, sind andere – insbesondere im Energiebereich – weiterhin starken Schwankungen unterworfen.

Mit diesem Überblick möchten wir Transparenz schaffen: Wie haben sich die Betriebskosten von 2023 bis 2025 entwickelt, welche Faktoren beeinflussen die einzelnen Kostenarten und worauf sollten wir künftig achten?

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Kostenentwicklung nach Kostenarten

Datengrundlage: Betriebskostenabrechnungen der WGF für die Jahre 2023 bis 2025; dargestellt sind Durchschnittswerte in € und in €/m2/Monat. Die tatsächlichen Kosten können je nach Liegenschaft, Verbrauch, Ausstattung und Abrechnungszeitraum abweichen. Datenstand: 09.03.2026.

Was steckt hinter den einzelnen Kostenarten?

Grundsteuer
Seit dem 1. Januar 2025 gelten neue Grundsteuerbescheide. In vielen unserer Liegenschaften in Hohenschönhausen sind die Grundsteuerbeträge gegenüber den bisherigen Bescheiden gesunken. Dies wird bei der Betriebskostenabrechnung 2025 objektbezogen berücksichtigt. Die konkrete Auswirkung ist von der jeweiligen Liegenschaft und dem geltenden Umlageschlüssel abhängig.
In Friedrichshain fallen die Veränderungen unterschiedlich aus: Je nach Objekt sind sowohl Steigerungen als auch Entlastungen möglich.

Wasser und Abwasser
Die Kosten werden von den Berliner Wasserbetrieben festgelegt und hängen direkt vom individuellen Verbrauch ab. Beispielsweise kann weniger Warmwasserverbrauch beim Duschen oder das Schließen nicht benötigter Wasserhähne den persönlichen Verbrauch verringern. Wie stark sich dies auf die Abrechnung auswirkt, hängt vom tatsächlichen Verbrauch und von den geltenden Preisen ab.

Niederschlagswasser
Auch diese Gebühren werden von den Berliner Wasserbetrieben erhoben. Grundlage ist die versiegelte Fläche eines Grundstücks.
Je größer diese Fläche, desto höher die Kosten. Wo es die örtlichen und technischen Bedingungen ermöglichen, prüfen wir, ob Regenwasser über geeignete Grünflächen versickern kann. Dadurch kann weniger Niederschlagswasser in die Kanalisation eingeleitet werden. Ob und in welchem Umfang sich dies auf die Gebühren auswirkt, hängt unter anderem von der anerkannten versiegelten beziehungsweise angeschlossenen Fläche des jeweiligen Grundstücks ab.

Müllentsorgung
Die Kosten für die Abfallentsorgung werden durch die BSR bzw. die Berlin Recycling GmbH bestimmt – abhängig von Tonnengröße und Leerungshäufigkeit.
Zusätzliche Kosten entstehen beispielsweise durch Sperrmüll oder illegal abgelagerten Müll. Wenn kein Verursacher festgestellt werden kann, werden diese auf alle Bewohner der Liegenschaft umgelegt.
Mit unserer jährlichen Sperrmüllaktion bieten wir den Bewohnerinnen und Bewohnern eine zusätzliche Möglichkeit, Sperrmüll geordnet entsorgen zu lassen. Damit möchten wir illegalen Ablagerungen und daraus entstehenden Zusatzkosten entgegenwirken.

Allgemeinstrom
Die Kosten für die Hausbeleuchtung hängen vom Verbrauch und den jeweiligen Stromverträgen ab.
In verschiedenen Objekten ersetzen wir ältere Leuchtmittel durch LED-Leuchtmittel, die bei vergleichbarer Beleuchtungsleistung in der Regel weniger Strom benötigen. Wie sich dies auf die Kosten einer einzelnen Liegenschaft auswirkt, hängt unter anderem von Nutzungsdauer, Anzahl und Leistung der Leuchtmittel sowie vom Strompreis ab. Bei einzelnen Fernwärmeumstellungen konnten nicht mehr benötigte elektrische Rohrbegleitheizungen außer Betrieb genommen werden. Dadurch entfällt der bisher für deren Betrieb erforderliche Stromverbrauch. Darüber hinaus erneuern wir regelmäßig unsere Rahmenverträge.

Heizung und Warmwasser
Diese Kosten zählen zu den größten und gleichzeitig unbeständigsten Positionen. Sie hängen stark von Energiepreisen und Witterung ab.
Der persönliche Heizenergieverbrauch kann unter anderem durch die gewählte Raumtemperatur und das individuelle Heiz- und Lüftungsverhalten beeinflusst werden.
Unser aktueller Rahmenvertrag zur Fernwärmeversorgung läuft Mitte 2026 aus. Neue Konditionen werden derzeit verhandelt – welche Auswirkungen sich daraus ergeben, lässt sich aktuell noch nicht abschließend beurteilen.

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Wie liegen wir im Vergleich?

Deutschlandweite Durchschnittswerte gemäß DMB Deutscher Mieterbund e. V.

Deutschlandweite Durchschnittswerte für das Abrechnungsjahr 2024 (Quelle: Deutscher Mieterbund e. V., Betriebskostenspiegel 2025 auf Grundlage bundesweiter Abrechnungsdaten des Jahres 2024; Angaben in Euro je Quadratmeter und Monat;Link zum Artikel)

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Ausblick: Was bedeutet das für die kommenden Jahre?

Die künftige Entwicklung der Betriebskosten hängt weiterhin wesentlich von externen Faktoren ab, insbesondere von Energie- und Versorgungspreisen, der Witterung sowie gesetzlichen und kommunalen Gebühren. Soweit wir diese Kosten beeinflussen können, prüfen wir unter anderem technische Maßnahmen, den Stromverbrauch gemeinschaftlich genutzter Anlagen sowie bestehende Versorgungs- und Dienstleistungsverträge. Ob und in welchem Umfang dadurch Kosten vermieden oder reduziert werden können, hängt von der jeweiligen Maßnahme und der einzelnen Liegenschaft ab.

Unser Ziel bleibt dabei klar: Transparenz schaffen, Kosten nachvollziehbar halten und die Belastung für unsere Mitglieder so gering wie möglich gestalten.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Betriebskostenabrechnung oder einzelnen Positionen? Sprechen Sie uns gerne an, wir helfen Ihnen weiter.