Die Entwicklung der Betriebskosten beschäftigt viele unserer Mitglieder. Verständlich, denn sie wirkt sich direkt auf die monatlichen Ausgaben aus.
In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Kostenarten unterschiedlich entwickelt: Während einige Positionen stabil geblieben sind oder sogar gesunken sind, sind andere – insbesondere im Energiebereich – weiterhin starken Schwankungen unterworfen.
Mit diesem Überblick möchten wir Transparenz schaffen: Wie haben sich die Betriebskosten von 2023 bis 2025 entwickelt, welche Faktoren beeinflussen die einzelnen Kostenarten – und worauf müssen wir künftig achten?
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Kostenentwicklung nach Kostenarten

Was steckt hinter den einzelnen Kostenarten?
Grundsteuer
Seit dem 1. Januar 2025 gelten neue Grundsteuerbescheide. In vielen unserer Liegenschaften in Hohenschönhausen sind die Beträge deutlich gesunken – das wird sich positiv in der BK-Abrechnung 2025 auswirken.
In Friedrichshain fallen die Veränderungen unterschiedlich aus: Je nach Objekt sind sowohl Steigerungen als auch Entlastungen möglich.
Wasser und Abwasser
Die Kosten werden von den Berliner Wasserbetrieben festgelegt und hängen direkt vom Verbrauch ab.
Ein bewusster Umgang mit Trinkwasser kann hier bereits viel bewirken. Schon kleine Veränderungen im Alltag – etwa kürzeres Duschen oder das Vermeiden unnötig laufender Wasserhähne – tragen dazu bei, die Kosten zu reduzieren.
Niederschlagswasser
Auch diese Gebühren werden von den Berliner Wasserbetrieben erhoben. Grundlage ist die versiegelte Fläche eines Grundstücks.
Je größer diese Fläche, desto höher die Kosten. Deshalb fördern wir, wo möglich, die Versickerung von Regenwasser über Grünflächen. Das entlastet die Kanalisation und wirkt sich langfristig auch positiv auf die Kosten aus.
Müllentsorgung
Die Kosten für die Abfallentsorgung werden durch die BSR bzw. die Berlin Recycling GmbH bestimmt – abhängig von Tonnengröße und Leerungshäufigkeit.
Zusätzliche Kosten entstehen beispielsweise durch Sperrmüll oder illegal abgelagerten Müll. Wenn kein Verursacher festgestellt werden kann, werden diese auf alle Bewohner der Liegenschaft umgelegt.
Unsere jährliche Frühjahrsaktion zur Sperrmüllentsorgung trägt dazu bei, solche Zusatzkosten zu reduzieren.
Allgemeinstrom
Die Kosten für die Hausbeleuchtung hängen vom Verbrauch und den jeweiligen Stromverträgen ab.
Durch die Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung konnten wir bereits Einsparungen erzielen. Auch technische Anpassungen – etwa durch den Wegfall elektrischer Rohrbegleitheizungen bei Fernwärmeumstellungen – wirken sich positiv aus. Darüber hinaus erneuern wir regelmäßig unsere Rahmenverträge.
Heizung und Warmwasser
Diese Kosten zählen zu den größten und gleichzeitig unbeständigsten Positionen. Sie hängen stark von Energiepreisen und Witterung ab.
Durch bewusstes Heiz- und Lüftungsverhalten können Sie Ihren persönlichen Verbrauch direkt beeinflussen.
Unser aktueller Rahmenvertrag zur Fernwärmeversorgung läuft Mitte 2026 aus. Neue Konditionen werden derzeit verhandelt – welche Auswirkungen sich daraus ergeben, lässt sich aktuell noch nicht abschließend beurteilen.
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Wie liegen wir im Vergleich?
Deutschlandweite Durchschnittswerte gemäß DMB Deutscher Mieterbund e. V.

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Ausblick: Was bedeutet das für die kommenden Jahre?
Die Entwicklung der Betriebskosten bleibt auch in Zukunft von externen Faktoren geprägt, insbesondere im Energie- und Versorgungsbereich. Gleichzeitig setzen wir weiterhin gezielt Maßnahmen um, um Kosten langfristig zu stabilisieren oder zu senken. Dazu gehören unter anderem:
- technische Modernisierungen
- energieeffiziente Lösungen
- optimierte Verträge und Prozesse
Unser Ziel bleibt dabei klar: Transparenz schaffen, Kosten nachvollziehbar halten und die Belastung für unsere Mitglieder so gering wie möglich gestalten.
Haben Sie Fragen zu Ihrer Betriebskostenabrechnung oder einzelnen Positionen? Sprechen Sie uns gerne an, wir helfen Ihnen weiter.
Pauline Schwarze
